Lage der AfD – ein Kommentar

Seit der Gründung der Alternative für Deutschland im Frühjahr 2013 haben wir Vieles erlebt. Wir haben als politische Laien angefangen, Strukturen aufgebaut, innovativ und erfolgreich Wahlkämpfe geführt, ja die AfD zu einer festen Marke im bundesdeutschen Parteienspektrum gemacht. Einen so furiosen Start hat bislang in so kurzer Zeit noch kein politisches Projekt geschafft – gerade dies sollten wir uns immer wieder in Erinnerung rufen.
Nach dem glorreichen Jahr 2014, in dem wir den Einzug in das Europaparlament und drei Landtage schafften, war die erste Jahreshälfte 2015 eine sehr schwierige Zeit für die AfD. Unterschiedliche Vorstellungen über die Führung und Struktur einer Partei und persönliche Differenzen, ja fatalerweise nicht einmal großartige inhaltliche Differenzen, führten zu dem ihnen allen bekannten Showdown auf dem Essener Parteitag im Juli. Die zuvor aus Teilen der Partei forcierte Zuspitzung des Streits führte zu einer solchen Konfrontation, dass die unterlegene Seite ihre Niederlage nicht einfach anerkannte und für ihre Sache innerhalb der Partei weiterkämpfte. Nein, es führte zu einer Abspaltung, die leider auch viele wertvolle und desillusionierte Mitglieder von der Partei trennte.
Ich gebe zu, auch mich hat diese Zeit sehr nachdenklich gemacht. Ich habe mir dann aber die Frage gestellt: Wieso bist du in die AfD eingetreten, wieso hast du so viel Zeit in diese ehrenamtliche Tätigkeit gesteckt? Ganz einfach: Weil wir den „Mut zu Deutschland“ brauchen. Wir brauchen den Mut auszusprechen, dass die EURO-Rettungspolitik gescheitert ist. Wir brauchen den Mut zu fordern, die Einwanderung endlich nach unseren Interessen zu steuern. Wir brauchen den Mut aufzuzeigen, dass uns ein zentralisierter europäischer Superstaat nicht mehr, sondern weniger Demokratie bringt. Und wir brauchen den Mut klar zu machen, dass Kinder unsere Zukunft sind, wenn wir nicht immer weiter in eine demographische Krise hineinschlittern wollen. Sie sehen: Es braucht die AfD – nötiger denn je! Die Probleme sind seit Gründung unserer Partei nicht weniger geworden. Nein, sie sind auf die lange Bank geschoben worden – wie die Pleite Griechenlands – oder zeigen gerade jetzt ihre fatalen Auswirkungen – wie ein Asylrecht, das seinen Namen eigentlich nicht mehr verdient.
Deshalb sollten wir nun nach vorne schauen. Die Scherben haben wir beiseite gekehrt. Nun geht es wieder aufwärts. Zeichen dafür sind zahlreiche Neueintritte, die den Mitgliederverlust hoffentlich bald wieder kompensiert haben, und die aktuell wieder gestiegenen Umfragewerte für die AfD.
Ich bin überzeugt davon, dass die aktuellen Probleme vielen Bürgern die Augen öffnen werden. Sie werden sagen: Vielleicht hat die AfD ja doch nicht so unrecht. Vielleicht sind das ja gar keine rechtsradikalen Dummköpfe, sondern besorgte Bürger, die mit viel Idealismus Werte wie Demokratie, Sicherheit, Leistungsgerechtigkeit oder Identität verteidigen wollen.
Die AfD hat eine wichtige Aufgabe. Sie muss die drängendsten Probleme pointiert, aber zugleich sachlich artikulieren. Dabei muss sie insbesondere die Stimme der Bürger sein, die sich durch die etablierten Parteien nicht mehr vertreten fühlen. Frauke Petry hat richtigerweise gesagt: „Wir müssen in die Mitte vorstoßen“. Damit meinte Sie nicht die politische Mitte im Sinne einer inhaltlichen Beliebigkeit. Nein, sie meinte die Mitte des Bürgertums. Der neue Bundesvorstand hat klar gemacht, dass wir dies nur erreichen, indem wir unseren Kurs der Vernunft weiter fahren und gerade nicht politischen Wirrköpfen oder Extremisten eine Heimat bieten. Und dies ist auch gut so. Die Leitlinien der AfD und die freiheitlich-demokratische Grundordnung waren und sind unser gemeinsamer politischer Nenner. Dies bedeutet aber auch, dass wir in unserer Partei andere Meinungen akzeptieren sollten, solange sie sich innerhalb dieser Grenzen bewegen.
Gehen wir nun die anstehenden Aufgaben an. Man kann es gar nicht oft genug sagen: Wir sind auf aktive Mitglieder und Mitstreiter, wir sind auf Sie angewiesen.

Christoph Bäuerle
Beisitzer im Kreisvorstand

Vorstand-MTK-2

Herbstoffensive 2015: Infostände der AfD im Main-Taunus Kreis!

Im Rahmen der Herbstoffensive der AfD wird unser Kreisverband in nächster Zeit mehrere Infostände durchführen. Folgende Termine sind schon geplant:

1. Hattersheim (Wochenmarkt, Marktplatz „Am Markt“): 25.09.2015, Freitag, 14:00 – 17:00 Uhr.
2. Eschborn (Wochenmarkt, Rathausplatz): 07.10. und 04.11.2015, jeweils Mittwochs von 10:00 Uhr – 13:00 Uhr.
3. Hofheim (Hauptstraße, Fußgängerzone): 10.10.2015, Samstag, 09:00 – 13:00 Uhr.
4. Bad Soden (Wochenmarkt, Fußgängerzone, Adlerplatz-Königsteiner Straße): 31.10.2015, Samstag, 10:00-13:00 Uhr.
5. Kelkheim (Wochenmarkt, Marktplatz, Frankenallee), 24.10.2015, Samstag, 10:00 – 13:00 Uhr.

Wir würden uns freuen, wenn Sie mal bei uns vorbeischauen!

Weitere Infostände werden folgen. Im Terminkalender unserer Internetseite finden Sie stets alle aktuellen Termine.

Parteilogo

Kreishauptversammlung der AfD im MTK wählt neuen Kreisvorstand

Hendrik Lehr führt als neuer Kreissprecher die AfD im Main-Taunus-Kreis. Der 45-jährige Polizeibeamte Hendrik Lehr aus Sulzbach wurde am Samstag einstimmig zum neuen Kreissprecher gewählt. Er übergab als bisheriger Schatzmeister eine wohlgeordnete Kasse an seinen Nachfolger Karl Heinz Hellenkamp aus Hofheim. „Die Kasse sei gut gefüllt für die Kommunalwahl am 6. März 2016“, so Lehr. Die AfD stehe im Kreis für die kommende Kreistagswahl bereit. Die Kandidaten würden am 17. Okt. diesen Jahres auf einer weiteren Kreishauptversammlung gewählt.

Neuer stellvertretender Kreissprecher wurde Helmut Bernemann aus Flörsheim. Der 63 jährige Maschinenbauingenieur gab damit seine bisherige Beisitzerposition auf und gehört nun dem geschäftsführenden Kreisvorstand an.

Im weiteren Verlauf wählte die Versammlung 5 Beisitzer in den Vorstand. Torsten Habel aus Hattersheim, , Dr. Gernot Laude aus Hofheim, sowie Christoph Bäuerle, Dirk Gaw und Wilfried Klinger (alle aus Eschborn) verstärken künftig den Kreisvorstand.

Der bisherige Kreissprecher Christoph Bäuerle gab sein Amt aus beruflichen Gründen ab. In seiner Eröffnungsrede sprach er nochmals die schwierige Situation der AfD nach dem Essener Parteitag an. Auch im Main-Taunus-Kreis hätten diese Querelen spürbare Auswirkungen gezeitigt. Entgegen den oft geäußerten Vermutungen, die AfD hätte sich politisch zum Nachteil verändert, stellte er aber fest, dass die AfD weiterhin ihren Kurs einer bürgernahen und vernunftorientierten politischen Kraft halte und für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehe, die es allerdings leider wieder zu verteidigen gelte.

Die schmerzhafte Selbstfindungsperiode der Partei sei aber nun vorbei. Die AfD verzeichne wieder Mitgliederzuwächse und auch in den Wahlumfragen hätte die AfD in jüngster Zeit einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen, so Bäuerle. Er sei davon überzeugt, dass die Menschen im Lande immer mehr die verfehlte Politik von Schwarz-Rot erkennen würden. Wenn sich diese Bürger nach einer Alternative umschauen würden, dann ginge kein Weg an der AfD vorbei. Die außer Kontrolle geratene Asylproblematik und die nur auf die lange Bank geschobene Staatspleite Griechenlands bestätigten die bereits seit ihrer Gründung vertretenen Thesen der AfD.

Helmut Bernemann ging abschließend auf die Anliegen der AfD vor Ort ein. Man wolle eine Verschandelung der Natur durch Windkraftanlagen verhindern. Auch dürfe die hart arbeitende Bevölkerung nicht durch weitere Abgaben belastet werden. Zusätzlich stelle jede neue Grundsteueranhebung insbesondere für Rentner eine schmerzhafte Zumutung dar. Deshalb müsse z.B. das unsinnige Aufblähen der kommunalen Verwaltungen mit häufig überflüssigen „Gleichstellungsbeauftragten“ beendet werden, wenn es denn der rechtliche Rahmen zulassen würden. Die AfD sei im Übrigen eine Partei, die die soziale Marktwirtschaft nach dem Vorbild Ludwig Erhard´s präferiere. Diese Politik habe entscheidend zum Wiedererstarken der heimischen Wirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg beigetragen und werde nun immer mehr durch EU-Regelungen ausgehöhlt. Klare Rahmenbedingungen seien auch in der Wirtschaft unverzichtbar, aber die aktuellen Marktmanipulationen stellten einen ordnungspolitischen Sündenfall dar, den die kommende Generation noch bitter spüren werde, so Bernemann.

Die Versammlung wurde vom hessischem Landessprecher Peter Münch souverän geleitet. Er dankte dem bisherigen Kreissprecher für seine geleistete Arbeit.

Das neue Vorstandsteam gehe nun zuversichtlich und mit Elan die anstehenden Aufgaben an. Neben der Organisation des Kommunalwahlantritts werde sich der Kreisverband auch an der Herbstoffensive (www.alternativefuer.de/herbstoffensive-2015/) der Bundespartei zu den Themen Asylchaos und Eurokrise beteiligen, so abschließend der neugewählte Kreissprecher Hendrik Lehr.

neuer-Kreisvorstand

Von links nach rechts:
– Christoph Bäuerle (Beisitzer)
– Dirk Gaw (Beisitzer)
– Helmut Bernemann (stellvertr. Kreissprecher)
– Hendrik Lehr (Kreissprecher)
– Torsten Habel (Beisitzer)
– Wilfried Klinger (Beisitzer)
– Dr. Gernot Laude (Beisitzer)

Die desaströse Euro-Rettungspolitik nicht aus dem Augen verlieren – Folgen der Niedrigzinspolitik

Der frühere Bundesbank-Chef und Wirtschaftsprofessor Axel Weber (jetzt Verwaltungspräsident der UBS) spricht Klartext: „Die Niedrigzins-Politik der Notenbanken führe zu steigenden Aktienkursen und Immobilienpreisen, von denen vor allem die Vermögenden profitieren. Die Geldpolitik hat massive Umverteilungswirkungen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Wer dagegen für die Altersvorsorge auf Ersparnisse oder Lebensversicherungen angewiesen sei, dem stünden dürre Jahre bevor“, so Weber. „Die Diskussion um die Erhöhung des Rentenalters in Deutschland wird sich erledigen, weil die Leute es sich gar nicht mehr leisten können, früher in Ruhestand zu gehen. Die Parole wird sein „70“ ist das neue „60“. Diese Geldpolitik ist aber Folge der sogenannten Rettungspolitik.
Zur Rettungspolitik: „Man versucht nach wie vor mit alten untauglichen Rezepten die Krise zu lösen, und verschiebe die Probleme nur in die Zukunft. Wir kaufen Zeit für die Regierungen, nichts zu tun.“

Hier das komplette Interview:

Weber Axel FNP

AfD im Main-Taunus-Kreis unterstützt lokale Traditionen – Verlobtentag in Flörsheim

Der AfD ist der Erhalt lokaler Feste, Bräuche und Traditionen ein wichtiges Anliegen. Gerade diese Bestandteile unserer Gesellschaft sind identitätsstiftend in einer sich globalisierenden Welt und als solche Teil unserer Heimat.

Unser Vorstandsmitglied, Herr Bernemann, berichtet vom 349. Verlobtentag am 31. August 2015 in Flörsheim:

Der Verlobtentag ist Teil einer traditionellen Prozession zum Gedenken an die Pest und an den Schwur von Pfarrer Münch im Jahre 1666. Nachdem innerhalb kürzester Zeit mehr als 200 Einwohner gestorben waren und der kleinen Gemeinde von etwa 700 Einwohnern die völlige Ausrottung drohte, beteten der Überlieferung nach die Überlebenden in höchster Not um Rettung.
Als die Pest dann tatsächlich endete, gelobten die Flörsheimer zusammen mit dem Initiator Pfarrer Johannes Laurentius Münch „solange in Flörsheim Stein auf Stein steht, eine Dankprozession zum Lobpreis des Allerhöchsten alljährlich durchzuführen“. Dieses Gelöbnis wurde bisher strikt eingehalten; auch in Kriegszeiten und trotz zeitweisem Verbot dieser Veranstaltung.
Am 28. Juli 1666 ist nach der Überlieferung ein „Verlobter Tag“ wegen der sich verschlimmernden Pest zu Ehren der Hl. Sebastian und Rochus versprochen worden, auf dass dieser Tag immer und in jedem Jahr der Zeitläufte gefeiert werde und eine Prozession wie am Fronleichnamsfest soll mit brennenden Kerzen stattfinden. Dies soll die Gemeinde nach den Regeln der Kirche jährlich begehen.
An diesem schönen Sommertag bezeugte die kath. Kirche ihre Glaubensfestigkeit und das Wesen ihrer Kirche. Ihre Stärke bezieht sie aus der Schwäche des Einzelnen, verbunden mit einer unerschütterlichen Nächstenliebe, gepaart mit dem Glauben an den Dreifaltigen Gott, der mit Jesus Christus die Leiden der Menschen teilte. An diesem Tag bezeugten auch die Teilnehmer in Flörsheim die Stärke und Lebendigkeit unserer christlich-jüdischen Kultur.