Sehr geehrter Herr Kreistagsvorsitzender,
sehr geehrte Kollegen, liebe Realitätsverweigerer,

Fakt ist, dass Sie aufgrund Ihrer „selbst geschaffenen Krise“ alle Schulbauprojekte nochmals zurückgestellt haben, um Flüchtlingsunterkünfte zu bauen. Zur aktuellen Situation im Land gehört auch, dass Sie mit der Realisierung der Bauprojekte in den Wettbewerb mit Unternehmen und privaten Investoren treten. Die Baubranche ist annähernd ausgelastet und teilweise bereits an ihrer Kapazitätsgrenze, das wird sich auch bei den Vergaben und somit den Baukosten zeigen. Sie gehen aktuell zu Höchstpreisen auf „Shoppingtour“.
Just in dieser Phase beschließen Sie, den Bautenstandsbericht zu „frisieren“, damit dieser schön grün gestaltet ist und den Namen Bericht eigentlich gar nicht mehr verdient. Das passt ins Bild. Es wäre interessant zu erfahren, wo die angekündigte Bauoffensive denn aktuell steht, aber die letzte Ausschusssitzung für Bau, Planung, Verkehr, Umwelt und Energie ist ausgefallen, zur Rhein-Main-Deponie wäre doch auch sicherlich etwas zu berichten. Dazu kommen wir ja noch bei den anschließenden Tagesordnungspunkten.

Sie machen sich mal wieder Ihre Welt, wie sie Ihnen gefällt. Mit der Realität hat dies wenig zu tun. Bei der Vorstellung des letzten Bautenstandsberichtes wurden dann auch Mehrkosten im 6stelligen Bereich lapidar mit erhöhten Rohbaukosten und zusätzlichen Garderoben begründet.
Sie setzen bei der Planung der Schulbauprojekte vollkommen falsche Prioritäten.
Architektonisch gestaltete Aufenthaltsbereiche.
Sie experimentieren beim Thema Energie mit den Versorgungssystemen und wollen beispielsweise Schulen im Passivhaus-Prinzip umsetzen.
Schulen müssen aber in erster Linie eines sein: FUNKTIONAL!
Schüler brauchen keine grünen Siegel an der Eingangstür oder im Foyer, sie brauchen funktionierende Heizungsanlagen und Sanitäreinrichtungen!
Aber machen Sie ruhig so weiter, die Schüler, Eltern und Lehrer erleben tagtäglich die wirkliche Welt in unserem Land. Das ist das Schöne an der Realität, irgendwann holt sie jeden ein.

Und die SPD wurde bereits eingeholt!

Wir stimmen dem Antrag hier heute zu, da dieser zumindest ein wenig mehr Transparenz bei der Umsetzung der Bauprojekte verspricht.

Vielen Dank.