+++Redebeitrag vom 24.06.2019 zum Antrag der SPD-Kreistagsfraktion: Holzbauweise bei Baumaßnahmen des Kreises prüfen Drucksache XVIII/Ia/242 Jonas #Pradt+++

Sehr geehrter Kreistagsvorsitzender meine sehr geehrten Damen und Herren,

der Antrag der #SPD-Fraktion zur Prüfung von Holzbaukonstruktionen im Kreis geht ein wenig an der Realität vorbei.

Wenn der Antrag etwas bewirken soll, dann mündet er in weiteren Anforderungen an die zukünftigen Auftragnehmer. Aber wie hier schon mehrfach diskutiert, befindet sich der Kreis im Wettbewerb mit anderen Auftraggebern. Die Firmen können sich in der aktuellen Marktsituation Ihre Projekte auswählen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Unternehmer logische/rationale Entscheidungen treffen, sonst wären Sie nicht mehr am Markt!

Die Auftragnehmer werden mit immer höheren Kriterien konfrontiert wie bspw.:

-Energetische Nachweise,

-Nachweise für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen,

-Eine entsprechende Frauenquote im Unternehmen

-Am besten sollte noch fair gehandelter Kaffee in der Firma getrunken werden… usw. usf.

Und jetzt soll auch noch eine weitere Anforderung hinzukommen, dass Vorschreiben der zu verwendenden Baustoffe. Dies führt dazu, dass der Auftragnehmer schneller Abstand von der Abgabe eines Angebotes nehmen wird.

Die Verarbeitung von Holz setzt auch die entsprechenden Fachkenntnisse voraus und benötigt die Fachbetriebe. Beim aktuellen Fachkräftemangel und der Situation des Handwerks, können Sie die Firmen die Ihre Vorstellungen erfüllen erst einmal lange suchen. Sollten Sie dennoch den gewünschten Auftragnehmer finden, wird sich dies auch in den Kosten widerspiegeln. Die Auftragsvergabe für den Kreis wird dadurch nur noch weiter erschwert.

Wie sie sehen, kommt dieser Antrag somit zur Unzeit und sollte, als logische Konsequenz, auch abgelehnt werden. Vielen Dank.

#AfD-Fraktion im Kreistag des Main-Taunus-Kreises